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Folker Siegert (Hrsg.)
Grenzgänge
Menschen und Schicksale zwischen jüdischer, christlicher und deutscher Identität Festschrift für Diethard Aschoff
Reihe: Münsteraner Judaistische Studien. Wissenschaftliche Beiträge zur christlich-jüdischen Begegnung
Bd. 11, 2002, 456 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-5856-1


Die jahrhundertelange Durchdringung jüdischer und deutscher Kultur, jüdischer und christlicher Religion sind Gegenstand dieses Bandes. Jeder Beitrag ist einer individuellen Person gewidmet, die entweder in ihrem Wirken oder auch in ihren bloßen, mitunter aufgezwungenen Lebensumständen die Schwierigkeiten und Gefahren von Grenzüberschreitungen zwischen diesen Bereichen veranschaulicht.

Der 1. Teil behandelt Personen aus den Jahrzehnten vor wie nach der Trennung von Judentum und Christentum. Teil 2 konzentriert sich auf Deutschland, mit besonderem Blick auf Westfalen und Münster. Die seit der Barockzeit langsam fortschreitende Akkulturierung des aschkenasischen Judentums wird in Momentaufnahmen dargestellt und ihr abruptes Scheitern in der Schoa am Beispiel sowohl von Opfern wie von Überlebenden dokumentiert.

Dass dieses Scheitern nicht das letzte Wort der Geschichte sein möge, ist der gemeinsame Wunsch der Autorinnen und Autoren dieses Bandes. Hierbei ist von mehr als symbolischer Bedeutung, dass in den Beiträgen nicht nur Überlebende der Schoa, sondern auch jüdische Stimmen aus der jüngeren Generation in Würdigungen wie auch in eigenen Beiträgen zu Wort kommen.

Den Band beschließt eine Bibliographie der Arbeiten von Prof. Dr. Diethard Aschoff, einem in Münster arbeitenden Pionier in der Erforschung der Geschichte des deutschen Judentums.

Folker Siegert ist Direktor des Institutum Judaicum Delitzschianum, Münster.





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