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Julia Schmidt-Häuer
Menschenrechte - Männerrechte - Frauenrechte
Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsproblem
Reihe: Geschlecht - Kultur - Gesellschaft. Gender - Culture - Society
Bd. 6, 2000, 360 S., 25.90 EUR, 25.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4783-7


Ausgangspunkt der vorliegenden Studie ist ein Defizit des herkömmlichen Menschenrechtsparadigmas: Obwohl das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit in allen Menschenrechtsproklamationen und -bekundungen unstrittig Priorität genießt, sind Frauen aufgrund ihres Geschlechts unabhängig vom kulturellen Kontext wie vom "Entwicklungsstand" der jeweiligen Gesellschaft in allen Lebensbereichen weltweit in großem Umfang männlicher Gewalt ausgesetzt. Ungeachtet des breiten Ausmaßes und der besonderen Qualität dieser physischen Gewaltverhältnisse - sie verlaufen entlang der Geschlechtergrenze und werden von der Existenz eines staatlichen Gewaltmonopols kaum berührt - waren sie lange Zeit weder Thema der nationalen Regierungspolitik noch gar der internationalen Menschenrechtsagenda. Die Autorin fragt zum einen nach den Ursachen und Gründen für das unzureichende Funktionieren des Menschenrechtsschutzes trotz der im Laufe des 20. Jahrhunderts sukzessive nachgeholten formalen Einbeziehung von Frauen in nationale und internationale Menschenrechtsgarantien. Zum anderen untersucht sie, inwiefern die bestehenden Menschenrechtsinstrumentarien den spezifischen Problem- und Gefährdungslagen von Frauen gerecht werden können und wo sich hier möglicherweise anknüpfen ließe, um Menschenrechte für Frauen wirksamer zu schützen.





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