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Johanna Meyer-Lenz (Hrsg.)
Die Ordnung des Paares ist unbehaglich
Irritationen am und im Geschlechterdiskurs nach 1945
Reihe: Geschlecht - Kultur - Gesellschaft. Gender - Culture - Society
Bd. 1, 2000, 464 S., 25.90 EUR, 25.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3942-7


Die Eingangsfrage "Wie haben Sie das Kriegsende erlebt"? veranlaßte Frauen und Männer zu biographischen Erzählungen von hoher Detailgenauigkeit und Vielfalt, die in das Herz der Konflikte mit den Geschlechterleitbildern der 50er und 60er Jahre in der BRD führen. Der Spannweite der dichten Lebensgeschichten wird hier der notwendige weite Raum gelassen und die transkribierten Interviews werden leserInnenfreundlich präsentiert.

Wie in einem Kaleidoskop werden anhand der Dekonstruktion der biographischen Erzählungen überraschend Kontinuitäten und Transformationen im Geschlechterdiskurs nach '45 sichtbar. Die 50er und 60er Jahre erscheinen nicht mehr nur als "bleierne Zeit". Divergenzen und Dissonanzen verweisen auf starke Ambivalenzen und Spannungen zu den Geschlechterleitbildern der Adenauerära und kündigen schon die 68er und die feministische Bewegung der 70er an.

Johanna Meyer-Lenz, Dr. phil., ist Historikerin und lebt, forscht und lehrt in Hamburg, u. a. in Lehraufträgen an der Universität Hamburg zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte: Gender- und Körpergeschichte und Sozialgeschichte.





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