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Sabine Fiedler-Conradi
Arbeit und Recht im kolonialen Zimbabwe
Die Geschichte einer nachhaltigen Entwicklung
Reihe: Studien zur Afrikanischen Geschichte
Bd. 14, 1996, 320 S., 22.90 EUR, 22.90 CHF, br., ISBN 3-8258-2737-2


Die "afrikanische Kultur" wird in Zimbabwe zur Zeit vielfach als Hemmschuh für die angestrebte wirtschaftliche Modernisierung des Landes diskutiert. Dabei geht es auch um mangelnde Motivation und Identifikation im Arbeitsleben.

Die Studie will zeigen, daß die Ursachen hierfür nicht so sehr in Tradition als vielmehr in den strukturellen Rahmenbedingungen zu suchen sind, unter denen im kolonialen Zimbabwe Erfahrungen mit Lohnarbeit gemacht wurden. Im Vordergrund steht das Bemühen der kolonialen Regierungen, genügend billige Arbeitskraft in die Produktionszentren zu ziehen und dabei zugleich die in Gang gesetzten Proletarisierungsprozesse zu blockieren.
In den Dienst solcher - in sich sehr spannungsreichen - Strategien wurden auch vorkoloniale Lebensformen und soziale Institutionen gestellt. "Tradition" wurde auf diese Weise zur Ideologie und erhielt für jene, die sie erlebten, den Doppelcharakter von Gefängnis und Refugium. Auf der Strecke blieben traditionelle Selbstbestimmung ebenso wie die Entfaltung industrieller Lebensformen.

Sabine Fiedler-Conradi, geb. 1957, studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Öffentliches Recht an der Justus Liebig-Universität Gießen. Sie hat an drei verschiedenen Forschungsprojekten zu Zimbabwe mitgearbeitet. Seit 1991 lebt sie in Zimbabwe.





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