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Rolf Sternberg
Technologiepolitik und High-Tech Regionen - ein internationaler Vergleich
Reihe: Wirtschaftsgeographie
Bd. 7, 1995, 384 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 3-8258-2339-3


Seit den 1980er Jahren werden in allen Industriestaaten technologiepolitische Programme implementiert, um auf der lokalen, der regionalen und der nationalen Ebene ökonomische und technologische Ziele zu erreichen. Regionale Ziele werden hingegen insbesondere von der nationalen Technologiepolitik nur selten in expliziter Form verfolgt, obgleich deren regionale Wirkungen offensichtlich sind. Die zentrale Frage der Habilitationsschrift lautet: Welchen Einfluß haben die verschiedenen Facetten der Technologiepolitik auf die Entstehung von High-Tech Regionen?
Untersuchungsobjekt sind sieben Regionen in vier Industriestaaten: München (Deutschland), "Silicon Valley"/CA, Greater Boston/MA und "Research Triangle"/NC (USA), Kyushu (Japan) sowie der "Western Crescent" und Cambridgeshire (Großbritannien). Für jede dieser Regionen werden Indikatoren des Entwicklungsstandes und der -dynamik diskutiert und die Ursachen des Aufstiegs zur High-Tech Region unter besonderer Berücksichtigung technologiepolitischer Einflüsse bewertet. Diese Fallstudien werden ergänzt um länderspezifische Querschnittanalysen zur Bewertung der Bestimmungsfaktoren der High-Tech Intensitäten in allen Teilregionen der vier Staaten (Korrelations- und Regressionsanalysen).
Die Studie bestätigt für alle vier Staaten die Eingangsthese. Demzufolge hatten und haben die verschiedenen impliziten und expliziten Technologiepolitiken der Nationalregierungen einen signifikanten, gleichwohl nicht intendierten Einfluß auf die Entstehung von High-Tech Regionen. Die räumlichen Effekte staatlicher Technologiepolitik begünstigen diesen Regionstyp stärker als andere Regionen; allerdings ist dieser Einfluß primär impliziter, d. h. nicht intendierter Natur. Dies bedeutet, daß die regionalen Wirkungen der impliziten Technologiepolitik größer sind als jene der expliziten Technologiepolitik mit regionalen Zielen.

Rolf Sterberg ist Professor für Wirtschaftsgeographie am Institut f³r Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover.





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