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Johannes Huber
Totipotenz - überfordertes Kriterium der Schutzwürdigkeit?
Eine naturphilosophische Untersuchung zu den biologischen Grundlagen eines normativ gewordenen Begriffs. Geleitwort Prof. em. Dr. med. Dr. rer. nat. Henning M. Beier
Reihe: Ethik in der Praxis / Practical Ethics - Studien / Studies
Bd. 33, 2009, 200 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-1998-9


Die deutsche Gesetzgebung erklärt jede totipotente menschliche Zelle für schützenswert. Damit hat sich ein beschreibender entwicklungsbiologischer Terminus zu einem normativ gebrauchten Begriff gewandelt. Kann aber die Fähigkeit zur Bildung des Organismusganzen wirklich ein geeignetes Kriterium für Schutzwürdigkeit sein, wenn damit auch Entitäten eingeschlossen sind, von denen man kaum wollen kann, dass sie sich zu erwachsenen Menschen entwickeln? Soll man menschliche Klone oder unter Verwendung tierischer Eizellen erzeugte Klon-Hybride schützen? Angesichts der widersprüchlichen Rechtswirklichkeit muss der Totipotenzbegriff einer kritischen Analyse unterzogen werden.

Dr. med. Dr. phil. Johannes Huber (geb. 1980) arbeitet an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Sein wissenschaftliches Interesse gilt neben bioethischen Fragestellungen und klinischer Forschung vor allem der patientenorientierten Medizin.





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