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Volker Stolle
"Den christlichen Nichtariern nimmt man alles."
Der evangelische Pädagoge Karl Mützelfeldt angesichts der NS-Rassenpolitik
Reihe: Münsteraner Judaistische Studien. Wissenschaftliche Beiträge zur christlich-jüdischen Begegnung
Bd. 22, 2008, 112 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-0901-0


Der Beginn der NS-Rassenpolitik (Arierparagraph) löste bei dem Leiter des Kaiserswerther Schulwesens Karl Mützelfeldt (1881 - 1955) eine schwere Verlusterfahrung aus aufgrund seiner Hochschätzung des Deutschtums. Seine Kinder, die einen jüdischen Großvater hatten, sah er aus der Volksgemeinschaft ausgestoßen. Er wanderte 1934 mit seiner Familie aus. Zuvor bemühte er sich, eine kirchliche Stelle zur Betreuung christlicher "Nichtarier" ins Leben zu rufen. In Deutschland scheiterte sein Versuch. In Australien organisierte er eine lutherische Einwanderungshilfe.

Erstmals wird dieser frühe Versuch, die evangelische Kirche in ihre Verantwortung gegenüber ihren Kirchgliedern jüdischer Abstammung zu rufen, quellenmäßig erschlossen und vor seinem mentalitätsgeschichtlichen Hintergrund dargestellt.





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