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Claus Beisbart
Handeln begründen
Motivation, Rationalität, Normativität
Reihe: Philosophie im Kontext
Bd. 8, 2007, 280 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-0195-3


Kann man Handlungen begründen? Gibt es Argumente, die auf ein Handeln führen? Was müßten solche Argumente zeigen? Und worauf würden sie rekurrieren?

In der Handlungstheorie und der Metaethik werden diese Fragen kontrovers diskutiert. Anhänger von D. Hume behaupten, daß Handlungsbegründungen allenfalls möglich sind, wenn sie auf die vorgängigen Wünsche und Ziele des Akteurs zurückgreifen. Anti-Humeaner bestreiten das. In diesem Buch wird zunächst gezeigt, daß es zwei Vorverständnisse von Handlungsbegründungen gibt. Während sich das erste Vorverständnis an praktischen Schlüssen orientiert, verlangt das zweite, daß eine Handlungsbegründung ein Handeln als gut aufweist. Im ersten Fall ist die Orientierung an vorgängigen Wünschen oder Zielen des Akteurs unabdingbar, im zweiten Fall nur sehr bedingt möglich. In Auseinandersetzung mit Hume, der Humeschen Motivationstheorie und B. Williams wird die Behauptung verteidigt, daß Begründungen im zweiten Sinn nicht nur möglich sind, sondern einen Vorrang vor praktischen Schlüssen und Begründungen im ersten Sinn genießen.





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