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Monika Kucharz
Das antisemitische Stereotyp der "jüdischen Physiognomie"
Seine Entwicklung in Kunst und Karikatur
Reihe: grazer edition
Bd. 16, 2017, 272 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50808-9


Das Buch schildert die Geschichte der "jüdischen Nase", die es in der Wirklichkeit nicht gibt, sondern die ein bildliches Motiv ist. Es entsteht im Mittelalter, wird im Spätmittelalter antijüdisch eingesetzt und nimmt über die Karikatur seinen Weg zu den antisemitischen Hetzzeichnungen des "Stürmer". Eine entscheidende Wende erfuhr es in der "Schwarzen Romantik", wo es sexualneurotisch aufgeladen wurde. Um die Fiktion der "jüdischen Nase" korrekt einordnen zu können, wird umfangreiches Material vorgelegt, das vom "jüdischen Fuß", dem "jüdischen Blick" bis zum Orientalismus und der dunklen Hautfarbe als herabsetzendem Körpermerkmal reicht. Jede weitere Diskussion dieses Themas oder verwandter Erscheinungen wird auf den hier vorgelegten Thesen aufbauen.

Dr. Monika Kucharz, Jahrgang 1945, begann nach ihrer Pensionierung mit dem Studium der Kunstgeschichte an der Universität Graz. Nach der Beendigung des Diplomstudiums schrieb sie eine Dissertation, die in überarbeiteter Form die Grundlage für die vorliegende Publikation bildet.





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