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Walter Simon
Rilkes Gedicht "Der Tod Moses"
Eine Interpretation. Anhang: Mosis Tod. Ein Mysterium von Albrecht Schaeffer
Reihe: Hebrew Literature in Dialogue / Littérature hébraique en dialogue / Hebräische Literatur im Dialog
Bd. 4, 2019, 88 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13843-9


Rilkes Gedicht Der Tod Moses, das thematisch auf einer talmudischen Legende vom Sterben des Religionsstifters beruht und in der Fassung Johann Gottfried Herders dem Dichter bekannt geworden war, entstand in einem ersten Ansatz 1914 in Paris und wurde erst, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, 1915 in München vollendet. In dieser Zeit hat auch Albrecht Schaeffer seine episches Gedicht Moses Tod geschrieben, angeregt durch dieselbe literarische Quelle, die ihm Magda von Hattingberg mit Rilkes Wissen und Anteilnahme vermittelt hatte (Ein Mysterium, im Anhang vollständig abgedruckt). Ohne Kenntnis der Legendentradition ist Rilkes Gedicht schwer zu verstehen. Diese vielschichtige Überlieferung und der Vergleich mit anderen Bearbeitungen des Stoffes durch J. A. Eisenmenger (1700), Herder, George Eliot (1875), Will Vesper (1909), Albrecht Schaeffer (1914/15) und Franz Werfel (1923) soll zur Erhellung von Rilkes verrätseltem Sprachgebilde beitragen, das dem Stil der werdenden Elegien (1912-1922) zuzurechnen ist.





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