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Bernat Metge
Der Traum
Aus dem Katalanischen übersetzt und eingeleitet von Roger Friedlein
Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters
Bd. 6, 2013, 120 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-12099-1


Bernat Metge (*vor 1346, 1413), Sekretär der königlichen Kanzlei von Aragonien aus Barcelona, lässt in seinem Traum den Geist von Johann I. aus dem Fegefeuer wiederkehren. Der König erscheint in Begleitung von Tiresias und Orpheus, und mit dem Träumer debattieren die drei Männer über die Unsterblichkeit der Seele und die Zustände in der Unterwelt. Ihr Dialog gipfelt in einer scharfen Geschlechterdebatte um den Wert von Frauen und Männern. Der Träumer präsentiert sich seinem König dabei als ein ungläubiger Epikureer, der nur das glaubt, was er sieht. Die Unsterblichkeit der Seele und die Strafen im Jenseits lässt er sich ausführlich erläutern. Doch allen Argumenten zum Trotz liebt er eine Frau in einem unehelichen Verhältnis - und davon will er nicht ablassen.

Bernat Metge geht in der spätmittelalterlichen Literatur Kataloniens neue Wege und nimmt in diesem schillernden und kontroversen Text den literarischen Wettstreit mit Petrarca und Boccaccio auf.





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