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Martin Doehlemann
Mut zum Stolz und Hochmut
Bedingungen einer höheren Kultur
Reihe: Neo-Jocologica
Bd. 6, 2011, 176 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-11397-9


Ein kleines Lob auf Stolz und Hochmut? Von Religionen wird beides als Frevel betrachtet. In Philosophien erfährt der innere Seelenstolz eine Aufwertung. Wenn sich Hochmut als Ausdruck geistiger Ansprüche und Abschirmung gegen Unkultur versteht, ist er eine gute Voraussetzung für kritische Selbstbesinnung. Ein Mangel an Würdestolz, Abstandswahrung und einem Hochmut, der Gütemaßstäbe kennt, herrscht in der interaktiven Welt der Medien. Statt einer "zerstreuten Identität" aus Beliebigkeiten ermöglichte eine "symphonische Identität" einen taktvollen Stolz - und die Fähigkeit, den Argwohn von kulturellem Anspruchshochmut heiter zu ertragen.

Martin Doehlemann, Prof. Dr. rer. soc., Studium der Soziologie, Neueren deutschen Literaturwissenschaft und Zeitungswissenschaft in München und Zürich. Er lehrte von 1978 bis 2006 Soziologie - mit den Schwerpunkten Sozialisation und Kultur - am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster. Lebt im Chiemgau. www.martin-doehlemann.de.





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