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Hanning Voigts
Entkorkte Flaschenpost
Herbert Marcuse, Theodor W. Adorno und der Streit um die Neue Linke
Reihe: Politische Theorie
Bd. 11, 2009, 200 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-10386-4


Die studentische Protestbewegung der sechziger Jahre formulierte das politische Ziel einer sozialen Revolution. Viele der aktiven Studierenden in Deutschland wie den USA orientierten sich dabei an der Kritischen Theorie Herbert Marcuses und Theodor W. Adornos, die deshalb oft zu den "Vätern der Revolte" erklärt wurden. Dabei waren beide Philosophen völlig zerstritten, was die Bedeutung der "Neuen Linken" betraf - während Marcuse die Bewegung begrüßte, war Adorno eher skeptisch, ob sie eine progressive politische Rolle spielen würde. Die vorliegende Studie untersucht die politischen und theoretischen Hintergründe dieser unterschiedlichen Einschätzungen. In der Diskussion um das Verhältnis von Gesellschaft und Individuum, Emanzipation und Gewalt erweisen sich Adorno und Marcuse dabei trotz aller Gemeinsamkeiten als Antipoden, besonders in der Frage nach dem Zusammenhang von Kritischer Theorie und politischer Praxis.





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