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Der islamische Antisemitismus -- Yehuda Bauer

Der Kampf gegen die Juden basiert auf der Geschichte des Sieges des Propheten in den bitteren Kämpfen des 7. Jahrhunderts und dem daraus entstandenen radikalen Selbstverständnis. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist durchaus real und wichtig, aber das Ziel ist nicht nur, Israel zu vernichten, also eine genozidale Einstellung, sondern alle Juden der Welt zu eliminieren. Radikaler Islamismus ist eine Gefahr nicht nur für Juden, sondern bedingt durch den genozidalen Willen für die Menschheit im Allgemeinen.

Er kann aber nicht effektiv von Nicht-Muslimen bekämpft werden. Die muslimische nicht-radikale oder anti-radikale Mehrheit ist die, die ihn niederringen kann, auch weil die überwiegende Mehrheit der Opfer dieses Radikalismus Muslime sind. Der Weg zu einer solchen Lösung kann nur durch Gleichberechtigung der Muslime als Einzelne und als Gesellschaft und einen resoluten Kampf gegen Islamophobie erreicht werden. Nur eine Allianz zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Demokraten könnte dieses Ziel erreichen.

(Yehuda Bauer)

Das Interview im Anhang führte Anja Reich im Herbst 2018.

Prof. emerit. Yehuda Bauer, geboren 1926 in Prag, lebt in Jerusalem, ist ein israelischer Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Antisemitismus, Genozid und Holocaust. Er leitete das International Centre for Holocaust Studies am Yad Vashem und ist Ehrenvorsitzender der Task Force for International Coperationon Holocaust Education, Rememrance, and Research. 1998 erhielt er für seine Arbeit die höchste Auszeichnung Israels, den Israel-Preis.


Auswahl



Politik: Forschung und Wissenschaft
Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig, Martin Schwarz (Hg.)
Handbuch Außenpolitik Amerika
Eine grundlegende Einführung in die Außenpolitik der Staaten Nord-, Mittel- und Südamerikas

Das Handbuch vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Außenpolitik der Staatenwelt Nord-, Mittel- und Südamerikas. In alphabetisch geordnetem Aufbau - von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile und Costa Rica, über Kanada, Kuba und Venezuela bis zu den Vereinigten Staaten von Amerika - werden insgesamt 35 Staaten behandelt.

In kompakter und zuverlässiger Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Nord-, Mittel- und Südamerika untereinander und in der internationalen Arena geboten. Der vorliegende Band ist ein Buch, das zur differenzierten Beurteilung dieser im deutschsprachigen Raum eher vernachlässigten Region beiträgt.

Der Band wendet sich an einen breiten Benutzerkreis in Forschung und Lehre, in Politik, Verwaltung und Medien sowie an alle politisch Interessierten.

Prof. Dr. Wolfgang Gieler, Politikwissenschaftler und Ethnologe, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften, Fachhochschule Dortmund. Mehrjährige Erfahrung im Bereich deutscher und internationaler Entwicklungszusammenarbeit, außen- und entwicklungspolitische Beratertätigkeit.

Prof. Dr. Markus Porsche-Ludwig, Politikwissenschaftler und Jurist, Department of Public Administration und International Master Program for Asia Pacific Area Studies der National Dong Hwa Universität Hualien, Republik China (Taiwan).

Dr. Martin Schwarz, Politikwissenschaftler, Fakultät II (Natur- und Sozialwissenschaften), Universität Vechta.


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Aktuelle Meldungen

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26.02.2019
Die Freiheit der Wissenschaft und ihre Feinde, Vorwort: Bernhard Kempen,
13 Thesen zur Wissenschaftsfreiheit: Friedhelm Hufen, herausgegeben von W. Hopf
Der Band behandelt exemplarisch Fälle der nicht nur in Deutschland an Universitäten verbreiteten Neigung, für umstritten gehaltene Positionen zu be- oder verhindern.
Bernie Sanders bezog Stellung zu der Behinderung einer in den USA für ihre Provokation bekannten Journalistin: “To me, it’s a sign of intellectual weakness,“ [...] “If you can’t ask [...], in a polite way, questions which expose the weakness of her arguments, if all you can do is boo, or shut her down, or prevent her from coming, what does that tell the world?“
Noam Chomsky, der weltweit bekannteste linke Intellektuelle, bezeichnet derartige Einschränkungen der Meinungsfreiheit als ’“stalinistisch-faschistische Doktrin.’“:
“Goebbels was in favor of free speech for views he liked. So was Stalin. If you’re really in favor of free speech, then you’re in favor of freedom of speech for precisely the views you despise. Otherwise, you’re not in favor of free speech.“
Die Einschränkung der Meinungsfreiheit widerspricht den Grundwerten Europas, wie die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zeigen.

Zum Vorwort und Inhaltsverzeichnis

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