Ulrike Zander

Philosemitismus im deutschen Protestantismus nach dem Zweiten Weltkrieg

Begriffliche Dilemmata und auszuhaltende Diskurse am Beispiel der Evangelischen Kirche im Rheinland und in Westfalen
Reihe: Historia profana et ecclesiastica
Philosemitismus im deutschen Protestantismus nach dem Zweiten Weltkrieg
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  • 978-3-8258-0359-9
  • 16
  • 2007
  • 456
  • gebunden
  • 39,90
Vor allem im christlichen Bereich als Reaktion auf die Shoah und die Entsetzen hervorrufende... mehr
Klappentext
Vor allem im christlichen Bereich als Reaktion auf die Shoah und die Entsetzen hervorrufende Erkenntnis, dass diese unter Christen stattgefunden hatte, ist Philosemitismus eine Sammelbezeichnung für die verschiedenen Ausprägungen projüdischer Gesinnung, die als gemeinsame Kennzeichen eine anti-antisemitische Einstellung sowie eine besondere Wertschätzung von Judentum und Juden verbindet. Innerhalb einer "Theologie nach Auschwitz" wurde im deutschen Protestantismus nach dem Zweiten Weltkrieg betont, dass der christliche Glaube an Jesus Christus eine unbestreitbare Angewiesenheit auf das Judentum im Gegensatz zu der bisher betriebenen Antithetik vorgebe. Das Verwiesensein auf das Alte Testament war gerade für die sich traditionell auf das Neue Testament stützende Evangelische Kirche eine existentiell neue Erfahrung. Dieses Buch rekonstruiert erstmals im Kontext des Philosemitismus die protestantische christlich-jüdische Verhältnisbestimmung nach 1945, die mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft "Juden und Christen" beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sowie mit dem Synodalbeschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland 1980 ihre Meilensteine setzte.
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