Gerhard Kruip

Kirche und Gesellschaft im Prozeß ethisch-historischer Selbstverständigung

Die mexikanische Kontroverse um die "Entdeckung Amerikas"
Reihe: Schriften des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Kirche und Gesellschaft im Prozeß ethisch-historischer Selbstverständigung
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  • 978-3-8258-2760-7
  • 34
  • 1996
  • 432
  • broschiert
  • 35,90
Gesellschaftliche Auseinandersetzungen um unterschiedliche Interpretationen der Geschichte sind... mehr
Klappentext
Gesellschaftliche Auseinandersetzungen um unterschiedliche Interpretationen der Geschichte sind nie nur ein Expertenstreit um historische Fakten, sondern weit mehr ein zivilgesellschaftlicher Prozeß ethisch-historischer Selbstverständigung, in dem es den Beteiligten um ihre Identität, ihre moralische Integrität und um die Anerkennung durch die anderen geht. Gerhard Kruip entwickelt in seiner sozialethischen Habilitationsschrift anhand der mexikanischen Kontroverse um die "Entdekkung Amerikas" (1492 - 1992) moralische Regeln für eine diskursive Aufarbeitung von Vergangenheit, begründet diese transzendentalpragmatisch aus den unhintergehbaren Voraussetzungen verständigungsorientierter Kommunikation und diskutiert die Frage, inwieweit Forderungen nach einer Buße für die Verbrechen der Vergangenheit oder nach deren Wiedergutmachung zugunsten der indigenen Völker heute moralisch gerechtfertigt sein können. Dabei zeigt sich, daß solche über rein präsentisch gedachte Gerechtigkeit hinausgehende "antezedentialistische" Forderungen nicht aus der Vorstellung diachroner kollektiver Identitäten, sondern "nur" aus der Notwendigkeit der am Diskurs Beteiligten begründet werden können, als moralisch integre Subjekte verständigungsorientierter Kommunikation die Anerkennung der anderen zu gewinnen.

Gerhard Kruip studierte in Würzburg, Paris und Mexiko-Stadt Katholische Theologie und Mathematik, promovierte 1988 im Fach Christliche Sozialethik bei Wilhelm Dreier, war 1990 Gastdozent an der Päpstlichen Universität in Salamanca und habilitierte sich 1995 mit vorliegender Arbeit an der Katholisch-Theologischen Fakultär der Universität Würzburg. Seit Mitte 1995 ist er Direktor der Katholischen Akademie für Jugendfragen in Altenberg/Odenthal. ueberdenautor Gerhard Kruip ist Professor f³r Christliche Anthropologie und Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultõt an der Johannes Gutenberg-Universitõt Mainz.
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