Heiner Lohmann

Strukturen mythischen Denkens im Grünen Buch Mu`ammar al-Qaddafis

Eine kommunikationstheoretische Untersuchung zur Rationalität eines soziozentrischen Weltbildes im Islam mit einer Neuübersetzung des Grünen Buches im Anhang
Reihe: Politische Soziologie
Strukturen mythischen Denkens im Grünen Buch Mu`ammar al-Qaddafis
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  • 978-3-8258-1680-3
  • 21
  • 2009
  • 472
  • broschiert
  • 44,90
Einen "hermeneutischen Grenzfall" nennt der Autor der vorliegenden Studie den Gegenstand seiner... mehr
Klappentext
Einen "hermeneutischen Grenzfall" nennt der Autor der vorliegenden Studie den Gegenstand seiner Untersuchung. Das Grüne Buch des libyschen Revolutionsführers Mu`ammar al-Qaddafi, so die zentrale These, liegt auf einem derartig herabgesetzten Differenzierungsniveau, dass es die Welt als erweiterten Stammesverband erklären und in ihrer Fremdheit neutralisieren kann. Mit dem Rüstzeug der Habermasschen Kommunikationstheorie wird akribisch nachgewiesen, welches hohe Maß an präreflexiven Selektionsleistungen und Sinnverzerrungen das sprachliche Weltbild des Beduinensohnes al-Qaddafi aufbieten muss, um sich gegen die Abstraktionszumutungen der Moderne zu immunisieren. Weder eine Theorie noch einen politischen Text, geschweige denn eine Handlungsanweisung, wie allgemein angenommen wird, stellt das Grüne Buch demnach dar, sondern einen identitätsstiftenden beduinischen Mythos der Herrschaftsfreiheit und der konkreten Solidarität unter Verwandten.
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