Dietrich Thränhardt, Uwe Hunger (Hrsg.)

Einwanderer-Netzwerke und ihre Integrationsqualität in Deutschland und Israel

Reihe: Studien zu Migration und Minderheiten
Einwanderer-Netzwerke und ihre Integrationsqualität in Deutschland und Israel
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  • 978-3-8258-5062-5
  • 11
  • 2000
  • 296
  • broschiert
  • 24,90
Ausländer und Einwanderer werden in der Öffentlichkeit und der Literatur vielfach als... mehr
Klappentext
Ausländer und Einwanderer werden in der Öffentlichkeit und der Literatur vielfach als hilfsbedürftig und defizitär beschrieben. Zudem wird eine Linie zwischen Europäern und Nichteuropäern gezogen, die einen gelten dann als integrierbar und die anderen als problematisch. In Israel gilt Ähnliches. Andererseits wird von beiden Gruppen erwartet, die demographische Lücke zu füllen, die in beiden Gesellschaften mit Sorge gesehen wird.

Die empirischen Daten und kategorialen Konzepte, die im vorliegenden Buch präsentiert werden, zeigen ein anderes Bild. Einwanderer gestalten ihr Schicksal und damit auch die Gesellschaft zu einem beträchtlichen Teil selbst mit. Sind sie in Netzwerken und Vereinen organisiert und verfolgen diese Gruppen klare und realistische Konzepte, so schaffen sie damit soziales Kapital und tragen entscheidend zur Integration in die Gesellschaft und zum eigenen Erfolg in Bildung und Beruf bei. Politische Rechte haben dabei, wie das israelische Beispiel zeigt, eine entscheidende Bedeutung. Mit ihnen können auch Sperren einheimischer Institutionen überwunden werden, wie sie hier an dem extremen Beispiel des bayerischen Schulsystems aufgezeigt werden, das über zehn Prozent der italienischen Kinder in die Sonderschule zwingt. Insgesamt ergibt sich ein eindeutig positiver Zusammenhang zwischen realitätsnaher sozialer und politischer Partizipation und Integration und sozialem Erfolg.

Dietrich Thränhardt, Prof. em., Universität Münster, Institut für Politikwissenschaft

Uwe Hunger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Westfalischen Wilhelms-Universitat Munster.
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