Andreas K. Engel

Zeitliche Kodierung in neuronalen Netzen

Evidenz für kohärente Aktivität im Sehsystem
Reihe: Hirndynamik
Zeitliche Kodierung in neuronalen Netzen
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  • 978-3-8258-2573-6
  • 3
  • 1996
  • 184
  • broschiert
  • 35,90
Fast alle kognitiven Funktionen beruhen auf einer parallelen und verteilten... mehr
Klappentext
Fast alle kognitiven Funktionen beruhen auf einer parallelen und verteilten Informationsverarbeitung. Das Sehsystem der höheren Vertebraten bietet hierfür ein paradigmatisches Beispiel, da inzwischen zahlreiche kortikale Areale beschrieben wurden, in denen unterschiedliche Arten visueller Information verarbeitet werden. Unklar ist bislang, auf welche Weise die verschiedenen Verarbeitungsprozesse integriert und kohärente repräsentationale Zustände im Sehsystem gebildet werden können. Als mögliche Lösung für dieses Bindungsproblem wird ein zeitlicher Kodierungsmechanismus vorgeschlagen. Zentrales Postulat dieser Hypothese ist, daß im Sehsystem verteilte Neurone durch eine Synchronisation ihrer Entladungen zu kohärenten Zellverbänden zusammengefaßt werden können. Das vorliegende Buch beschreibt experimentelle Studien, die am Sehsystem höherer Vertebraten durchgeführt wurden, um dieses Zeitkodierungsmodell auf seine Plausibilität zu prüfen.

Priv.-Doz. Dr. Andreas K. Engel studierte Medizin und Philosophie in Saarbrücken, München und Frankfurt. Er promovierte 1987 mit einer am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie durchgeführten Arbeit über Veränderungen an regenerierenden Nervenzellen. Seitdem ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt tätig, wo er sich mit der Reizverarbeitung im Sehsystem höherer Wirbeltiere beschäftigt. Neben seinen physiologischen Forschungen arbeitet er über philosophische Probleme der Kognitionswissenschaft. Anfang 1995 erfolgte die Habilitation für das Fach Physiologie an der Universität Frankfurt. Seit Anfang 1996 setzt er seine Arbeiten am Max-Planck-Institut für Hirnforschung als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft fort.
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