Thomas Reich

Die Ästhetik des Unbewußten

Zum Verhältnis von Psychoanalyse, Kunst und Sprache zwischen Moderne und Postmoderne
Reihe: Kunstwissenschaft - Theorie und Methode
Die Ästhetik des Unbewußten
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  • 978-3-8258-2346-6
  • 4
  • 1995
  • 144
  • broschiert
  • 17,90
Ausgehend von einer sprach- und zeichentheoretischen Reformulierung der Psychoanalyse wird der... mehr
Klappentext
Ausgehend von einer sprach- und zeichentheoretischen Reformulierung der Psychoanalyse wird der Versuch unternommen, eine interdisziplinäre Hermeneutik ästhetischer und kommunikativer Prozesse zu entwickeln. Die Basis hierfür liefert eine Verbindung von Freuds Traummodell und Lacans Sprachtheorie, in der die Werkmeister des Unbewußten, Verschiebung und Verdichtung, als strukturelle Produktions- und Rezeptionsmuster kultureller Zeugnisse verstanden werden. Mit der Entwicklung eines traumanalogen Textmodells entsteht die Skizze eines Deutungsansatzes, der individuelle und kollektive Artikulations- bzw. Darstellungsformen in ihren bewußten und unbewußten Anteilen zu analysieren vermag.

Die historischen und gesellschaftlichen Dimensionen ästhetischer Prozesse werden, entgegen einigen postmodernen Diskursen, nicht ausgeblendet oder egalisiert, sondern reflexiv reorganisiert. Die semiotische Spannung zwischen Darstellung und Dargestelltem, Werk und Wirkung bleibt als soziokulturelle Substanz erhalten, ohne sich in postmoderner Beliebigkeit oder rein energetischen Effekten aufzulösen.

Im abschließenden Teil der Arbeit werden einige Etappen der ästhetischen Moderne exemplarisch vorgestellt. Unter dem Aspekt der ästhetischen Bearbeitung von Bewußtem und Unbewußtem, eingezeichnet in einer sich geschichtlich wandelnden Bildlichkeit, wird den Parallelen zwischen psychoanalytischen Befunden über Kultur, Identität und Subjektivität sowie den Interpretationen der Kunst nachgegangen.

Thomas Reich, geb. 1965 in Nienburg/W., studierte Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie und Rechtswissenschaften an der Universität Hannover. Er arbeitet zur Zeit als Sozialwissenschaftler am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover.
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