Katja Schupp

Zwischen Faszination und Abscheu: Das Täuferreich von Münster

Zur Rezeption in Geschichtswissenschaft, Literatur, Publizistik und populärer Darstellung vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Dritten Reich
Reihe: Edition Kulturregion Münsterland
Zwischen Faszination und Abscheu: Das Täuferreich von Münster
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  • 978-3-8258-4932-5
  • 1
  • 2002
  • 450
  • broschiert
  • 30,90
"Hexenspuk der Wiedertäuferei", "Vorläufer des neueren Sozialismus","Garten der Lüste"; eine... mehr
Klappentext
"Hexenspuk der Wiedertäuferei", "Vorläufer des neueren Sozialismus","Garten der Lüste"; eine "rätselhafte, auf ein ganzes Gemeinwesen gefallene Psychose"- dies ist nur eine kleine Auswahl der Erklärungsversuche, die im Laufe der Jahrhunderte für das sogenannte "Täuferreich von Münster" gefunden wurden. Immer wieder setzen sich nicht nur die zahlreichen Besucher der westfälischen Metropole, sondern auch Geschichtsschreiber und Literaten, Komponisten und Journalisten, Künstler und Museumsdirektoren mit den Vorgängen um Jan van Leiden, Bernhard Rottmann und Bernd Knipperdollinck auseinander. Die meisten Rezipienten vertreten dabei einen unmissverständlichen Anspruch: Sie geben vor, dem Leser, Zuschauer oder Betrachter die "wahre Geschichte" zu präsentieren. Um eine solche, vermeintlich gesicherte Darstellung der damaligen Ereignisse geht es in dieser Arbeit über die Rezeptionsgeschichte des Täuferreichs von Münster nicht. Warum und mit welcher Absicht haben sich Menschen dem Thema gewidmet und es in einer ganz bestimmten Art und Weise festgehalten? Welche Bedürfnisse sollen bedient, welche Fragen über die Beschäftigung mit dieser "deutsamsten aller Geschichten" beantwortet werden? Jenseits normativer Kriterien wie etwa der Frage nach historischer Authentizität oder künstlerischer Qualität geht die vorliegende Untersuchung, basierend auf einer breiten, interdisziplinären Quellenbasis, den Gründen für die Faszination nach, die das Täuferreich von Münster seit über 450 Jahren ausübt.
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