Olaf Mußmann

Geschichte des Truppenübungsplatzes Bergen

Reihe: Regionale Friedensarbeit und Konversion
Geschichte des Truppenübungsplatzes Bergen
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  • 978-3-8258-2753-4
  • 6
  • 1996
  • 136
  • broschiert
  • 12,90
Im Rahmen der seit 1933 für den geplanten Krieg betriebenen Aufrüstung entstanden im... mehr
Klappentext
Im Rahmen der seit 1933 für den geplanten Krieg betriebenen Aufrüstung entstanden im nationalsozialistischen Deutschland mehrere Truppenübungsplätze. Zur Realisierung des größten dieser Neubauprojekte, des 1936 in Betrieb genommenen Truppenübungsplatzes Bergen (heute NATO-Truppenübungsplatz Bergen-Hohne), wurden 24 Dörfer und Einzelsiedlungen in insgesamt elf Gemeinden aufgelöst und ca. 3.650 Personen umgesiedelt. Auf der Grundlage eigens für diese Zwecke erlassener Gesetze wurden betroffene Bauern zwar entschädigt, die Verwaltungsverfahren zur Liquidierung der Gemeinden aber ausgesetzt und auch nach Kriegsende nicht abgeschlossen. Daraus ergeben sich bis heute offene finanzielle Ansprüche der betroffenen Kreise an die Bundesrepublik Deutschland und außerdem ein Rechtszustand auf dem heutigen Truppenübungsplatzgebiet, der in der Tradition frühneuzeitlicher Gutsbezirke steht und der den dort lebenden Menschen die kommunalen Selbstverwaltungsrechte bis heute vorenthält. Das Buch schildert die bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurückreichenden Vorplanungen für einen Truppenübungsplatz in dieser Region, die Verwaltungs- und Planungsprozesse von Reichsbehörden und Wehrmacht, den Widerstand der betroffenen Bevölkerung gegen ihre Umsiedlung sowie die Diskussionen um eine Konversion des Platzes in der frühen Nachkriegszeit, die mit dem Beginn des "Kalten Krieges" endeten, als der Truppenübungsplatz wieder militärisch voll genutzt und über seine alten Grenzen hinaus ausgedehnt wurde.
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