Ann-Katrin Zöckler

Unternehmerinnen des Wandels

Erwerbsbiographien und -strategien andalusischer Existenzgründerinnen
Reihe: Berliner Ethnographische Studien. Kulturwissenschaftlich-ethnologische Untersuchungen zu Alltagsgeschichte, Alltagskultur und Alltagswelten
Unternehmerinnen des Wandels
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  • 978-3-8258-9365-0
  • 10
  • 2006
  • 120
  • broschiert
  • 9,90
Was passiert, wenn weibliche Selbständigkeit von institutioneller Seite als "einziger Ausweg in... mehr
Klappentext
Was passiert, wenn weibliche Selbständigkeit von institutioneller Seite als "einziger Ausweg in die Erwerbstätigkeit" gefo(e)rdert wird? Ann-Katrin Zöckler analysiert die im EU-Förderprogramm für die strukturschwache südspanische Region Andalusien angelegte Verschränkung feministischer Gleichstellungs- und Autonomiepolitik mit einer neoliberalen Gouvernementalität, in der die unternehmerischen Subjekte selbst für die Sicherung ihrer beruflichen und privaten Zukunft verantwortlich sind. Auf der Basis von teilnehmender Beobachtung und erwerbsbiographischen Interviews zeigt sie, wie drei Generationen andalusischer Frauen mit den neuen Möglichkeiten und Zumutungen des Arbeitsmarktes umgehen, warum und wie sie zu Unternehmerinnen werden.

In ethnographisch dichten Porträts wird deutlich, dass die Motivationen, Ressourcen, Selbsttechnologien und (Ver-)Handlungsstrategien je nach Alter, biographischem Hintergrund sowie Unternehmensform und -phase variieren. Dennoch entwickelt sich eine kollektive Subjektivität "Emprendedora": Die zehn porträtierten Existenzgründerinnen befinden sich in einer höchst prekären und ambivalenten Lage zwischen Freiheit und Abhängigkeit, Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung. Alle grenzen sich jedoch explizit von den patriarchal- rückständigen Aspekten der andalusischen Arbeits- und Alltagskultur ab und machen sich somit auf eine sehr eigen- und widerständige Weise zu Unternehmerinnen des gesellschaftlichen Wandels.
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