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Ernst Wilhelm Müller, Anna Maria Brandstetter (Hrsg.)
Forschungen in Zaire
in memoriam Erika Sulzmann (7.1.1911-17.6.1989)
Reihe: Mainzer Beiträge zur Afrika-Forschung
Bd. 1, 1992, 480 S., 35.90 EUR, 35.90 CHF, br., ISBN 3-89473-357-8


Obwohl in Deutschland Frauen bereits im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Forschungsreisen durchführten, dauerte es bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, daß Frauen wieder eigenständig ethnographische Feldforschungen leiteten. Zu diesen Frauen gehörte auch Erika Sulzmann, die 1951 bis 1954 die erste größere Feldforschungsreise der Nachkriegszeit leitete, die "Mainzer Kongo-Expedition". Dieser ersten Forschungsreise folgten in den Jahren 1956 bis 1980 noch acht weitere Reisen zu den südwestlichen Mongo in Zaire.

Erika Sulzmann kam im Sommer 1948 als Assistentin an das neueingerichtete Institut für Völkerkunde der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. 1960 wurde sie zunächst Kustodin der ethnographischen Studiensammlung, dann Akademische Oberrätin und schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand 1976 Akademische Direktorin. Aber auch danach war sie bis kurz vor ihrem Tod im Juni 1989 eine aktive Mitarbeiterin des Institutes.

Erika Sulzmann hat durch ihre eigenen und die von ihr angeregten wissenschaftlichen Untersuchungen viel dazu beigetragen, unsere Kenntnisse über die Bevölkerungen des nördlichen Zaire, deren Sprachen und deren Geschichte zu verbessern. dabei waren diese Forschungen von der früheren ethnographischen Feldarbeit sehr verschieden: sie beruhten auf der Anerkennung der Gleichberechtigung der Partner, auf den Interessen der Erforschten und auf der Achtung ihrer persönlichen Integrität.

Herausgeber und Herausgeberin, Autorinnen und Autoren möchten mit der vorliegenden Gedenkschrift nicht nur Erika Sulzmann ehren, sondern auch einen weiteren Beitrag zur Zaire-Forschung leisten.





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