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Cristian Alvarado Leyton
Allianzbeziehungen der Patenschaft
Zur zentralen Machttechnik verwandtschaftlich gestalteter Patronage von Eliten kapitalistischer Verhältnisse
Reihe: Interethnische Beziehungen und Kulturwandel. Ethnologische Beiträge zu soziokultureller Dynamik
Bd. 59, 2006, 344 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 3-8258-9672-2


Der vorliegende qualitative Kulturvergleich patenschaftlicher Praktiken untersucht die Bedeutung verwandtschaftlich gestalteter Beziehungen für moderne Machtprozesse. Rituelle und mimetische Verwandtschaftspraktiken der Patenschaft ermöglichen es, kapitalistisch intensivierte Konkurrenz untereinander aufzuheben und zugleich gegen andere zu realisieren. Die Studie zeigt, daß verwandtschaftliche Beziehungstechniken insbesondere für Eliten unabdingbar sind. Sie leistet damit einen Beitrag zur kritischen Gesellschaftstheorie und etabliert patenschaftliche Bande, mittelbar jede Verwandtschaftsform, als welche der Allianz. Beides belegt die Relevanz ethnologischer Erkenntnisse für ein kritisches Verständnis moderner, auch westlicher Machtverhältnisse jenseits meritokratischer Mythen.





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