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Yeon-Soo Kim
Modalität als Kategorie des modernen Erzählens
Uwe Johnsons "Jahrestage" im Diskursfeld zwischen Fiktion und Historie
Reihe: Literatur - Kultur - Medien
Bd. 6, 2005, 424 S., 44.90 EUR, 44.90 CHF, br., ISBN 3-8258-8882-7


In seinen Erzählwerken Heute Neunzig Jahr und Jahrestage versucht Johnson zu zeigen, zu fragen und abzuwägen, welchen Verhaltensspielraum die Menschen, insbesondere "einfache Leute", unter den Lebensbedingungen zweier totalitärer deutscher Staaten gehabt haben. Der historiographische Diskurs, der auf dem recherchierten historischen Wissen beruht, ist die Voraussetzung der fiktionalen Erzählung, die sich auf die individuellen Lebensgeschichten bezieht. Aus der Transformation vom recherchierten historischen Wissen über die deutsche Geschichte in hypothetisches Wissen über die Lebensgeschichten der fiktiven Figuren entsteht das 'Wenn-Dann-Erzählsystem' Johnsons, das Wahrscheinlichkeitskriterienn folgt. Die enge Verwobenheit von Fiktionalem und Faktualem wird durch keinen anderen Aspekt des Johnsonschen Erzählens intensiver zum Ausdruck gebracht als durch den der Modalität.





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