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Martin Lücke
Jazz im Totalitarismus
Eine komparative Analyse des politisch motivierten Umgangs mit dem Jazz während der Zeit des Nationalsozialismus und des Stalinismus
Reihe: Populäre Musik und Jazz in der Forschung
Bd. 10, 2004, 264 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 3-8258-7538-5


Musik und Politik, Jazz und Totalitarismus sind Begriffe, die zunächst keine direkte Verbindung aufzeigen. Durch seine improvisatorischen Elemente wird der Jazz generell als eine freiheitliche Musik bezeichnet und steht damit konträr zum restriktiven Handeln und zu den massiven Unterdrückungen totalitärer Systeme. In dieser Arbeit wird der Jazz und seine politische Bedeutung in den beiden Totalitarismen Nationalsozialismus und Stalinismus einander gegenübergestellt, wobei die Behauptung, dass Jazz in diesen Systemen verboten war, revidiert wird. Denn der Jazz war in der gesamten Phase ihres Bestehens nicht nur präsent, sondern entwickelte und verbreitete sich trotz umfangreicher Restriktionen und partieller Verbote stetig weiter und wurde gar für die Zwecke beider Regime funktionalisiert.





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