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Franka Marquardt
Erzählte Juden
Untersuchungen zu Thomas Manns "Joseph und seine Brüder" und Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften"
Reihe: Literatur - Kultur - Medien
Bd. 4, 2003, 416 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 3-8258-6805-2


In dieser Untersuchung der beiden wohl wichtigsten Romane der deutschsprachigen Literatur zwischen 1930 und 1945 geht es nicht, wie in der literaturwissenschaftlichen Antisemitismusforschung sonst üblich, um "das Bild des Juden" bei Thomas Mann oder Robert Musil. Vielmehr unternimmt die Arbeit den Versuch, das Erzählen von Juden, Jüdinnen und Jüdischem jenseits der imagologischen Ebene in literarischen Texten zu fassen und in seinen narratologischen, strukturellen und diskursiven Verflechtungen mit den Beständen der Tradition zu beschreiben. Das Ergebnis ist überraschend: Thomas Manns vermeintlich biblischer Roman erweist sich als viel stärker mit dem Ballast der traditionellen Judenfeindschaft behaftet als Robert Musils Riesenfragment, in dem genau diese Tradition nicht fortgeschrieben, sondern aufgebrochen wird.





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