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Axel Meißner
Martin Rades "Christliche Welt" und Armenien
Bausteine für eine internationale Ethik des Protestantismus
Reihe: Studien zur Orientalischen Kirchengeschichte
Bd. 22, 2010, 560 S., 45.90 EUR, 45.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-6281-7


Von 1892 bis 1940 widmete sich die führende Zeitschrift des deutschen "liberalen" Protestantismus "Die Christliche Welt" dem Thema Armenien. Deren Herausgeber, Martin Rade, leistete gemeinsam mit Ewald Stier, Paul Rohrbach, Friedrich Loofs, Adolf Harnack sowie anderen Theologen und Orientalisten einen bedeutenden Beitrag zur Rettung des armenischen Volkes während der Massaker in den Jahren 1895 / 96, 1909 und des Völkermordes im Jahre 1915. Publizistisch und praktisch unterstützten sie die deutsche Armenierhilfe, besonders das Hilfswerk von Johannes Lepsius. Unter dem Decknamen "Das Notwendige Liebeswerk" gründeten und unterhielten sie einen Fonds zur Unterstützung armenischer Theologen an deutschsprachigen Universitäten, die nach Abschluss ihrer Studien eine Schlüsselrolle in den Reformbestrebungen der Armenischen Apostolischen Kirche spielten. Die Untersuchung liefert bisher in der Forschung nicht bekanntes oder beachtetes Material für eine internationale politische Ethik des deutschen Protestantismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.





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