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Ekkehard Forberg, Ulf Terlinden
Hilfe, die nicht vom Himmel fällt
Gewaltprävention in der Entwicklungsarbeit von NGOs
Reihe: Konflikttransformation
Bd. 3, 2002, 224 S., 15.90 EUR, 15.90 CHF, br., ISBN 3-8258-5933-9


Die Kriege in Somalia, Sudan, Ruanda, Burundi, Kongo und Angola sind bekannte Beispiele für die Bruchlandungen des internationalen Konfliktmanagements "von oben". Unter Entwicklungs-NGOs, die in solchen Konflikten immer wieder zu stummen Zeugen der Gewalteskalation werden, lösten sie eine - wenn auch zögerliche - Reflexion der eigenen Tätigkeit aus. Wie können sie als nicht-staatliche Akteure von außen dazu beitragen, dass Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent ohne Gewalt ausgetragen werden? Geleitet von dieser Frage wird die komplexe Wirklichkeit jener Entwicklungsorganisationen untersucht, die sich der Herausforderung stellen, in Konflikten eine konstruktive Rolle zu übernehmen. Anhand zahlreicher Beispiele hinterfragt die Studie die Praxistauglichkeit der vorhandenen Konzepte und prüft, inwiefern diese in der entwicklungspolitischen Arbeit von NGOs umgesetzt werden. Kritisch reflektieren die Autoren zugleich die Rolle, die Gewaltprävention in der Entwicklungszusammenarbeit einnimmt bzw. in Zukunft einnehmen könnte: Handelt es sich um eine legitime Einmischung in Konflikte oder vielmehr um die zeitgemäße Garnierung althergebrachter Hegemonialpolitik? Durch eine genaue Problemanalyse werden die Chancen und die Veränderungskraft deutlich, die mit rechtzeitiger Gewaltprävention "von unten" verbunden sind. Ein ermutigendes Plädoyer, inspirierend für Praktiker und Theoretiker der Entwicklungspolitik.





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