LIT Verlag Zum LIT Webshop



 
Hartmut Elsenhans
Das Internationale System zwischen Zivilgesellschaft und Rente
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks
Bd. 6, 2001, 140 S., 12.90 EUR, 12.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4837-X


Gegen derzeitige Theorieangebote für die Erklärung der Ursachen und die Auswirkungen wachsender transnationaler und internationaler Verflechtung setzt das hier vorliegende Konzept eine stark durch politökonomische Überlegungen integrierte Perspektive, die auf politologischen, soziologischen, ökonomischen und philosophischen Ansatzpunkten aufbaut. Mit diesem Konzept soll gezeigt werden, daß der durch Produktionsauslagerungen/ Direktinvestitionen/ neue Muster der internationalen Arbeitsteilung gekennzeichnete (im weiteren als Transnationalisierung von Wirtschaftsbeziehungen bezeichnete) kapitalistische Impuls zur Integration der bisher nicht in die Weltwirtschaft voll integrierten Peripherie weiterhin zu schwach ist, als daß dort nichtmarktwirtschaftliche Formen der Aneignung von Überschuß entscheidend zurückgedrängt werden können. Das sich herausbildende internationale System ist deshalb durch miteinander verschränkte Strukturen von Markt- und Nichtmarktökonomie gekennzeichnet, die nur unter bestimmten Voraussetzungen synergetische Effekte in Richtung einer autonomen und zivilisierten Weltzivilgesellschaft entfalten werden. Dabei treten neue Strukturen von Nichtmarktökonomie auf transnationaler Ebene auf, während der Wiederaufstieg von Renten die zivilgesellschaftlichen Grundlagen funktionierender oder potentiell zu Funktionsfähigkeit zu bringender, dann kapitalistischer Systeme auf internationaler und lokaler Ebene eher behindert.

Hartmut Elsenhans ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Leipzig.





(c) LIT Verlag Berlin-Münster-Wien-Zürich-London - Impressum/Kontakt