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Claudia Wagner
Rußlands Kriege in Tschetschenien
Politische Transformation und militärische Gewalt
Reihe: Studien zu Konflikt und Kooperation im Osten
Bd. 8, 2000, 224 S., 20.90 EUR, 20.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4670-9


Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit den Ursachen vor allem des ersten Tschetschenienkriegs (1994 - 1996), die nur im Kontext des Transformationsprozesses der Rußländischen Föderation begriffen werden können. Zentral ist dabei die These, daß das Zusammenspiel von nicht gefestigten demokratischen Institutionen und Partikularinteressen relevanter politischer Akteure in der rußländischen Führung an einem Krieg zur militärischen Gewalt Rußlands gegen Tschetschenien führten. Die Darstellung des zweiten Tschetschenienkriegs (seit 1999) zeigt, daß in der Zwischenkriegszeit kein politisches Lernen stattfand und sich deshalb die Mechanismen, die zum ersten Krieg führten, wiederholen konnten. Beide Kriege sind daher als symptomatisch für den problematischen Transformationsprozeß Rußlands zu sehen und verweisen darauf, daß die Einführung formaler demokratischer Strukturen allein nicht ausreicht, um die Transformation zu einer freiheitlichen Gesellschaft, in der Konflikte gewaltlos gelöst werden, zu gewährleisten.

Claudia Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) an der Universität Mannheim.





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