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Dagmar Unverhau
Das "NS-Archiv" des Ministeriums für Staatssicherheit
Stationen einer Entwicklung
Reihe: Archiv zur DDR-Staatssicherheit
Bd. 1, 1998, 248 S., 19.90 EUR, gb., ISBN 3-8258-3512-x


"Nach der deutschen Vereinigung im Oktober 1990 wurde bekannt, daß das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit (MfS) - von der Öffentlichkeit in Ost und West unbemerkt - eine riesige Anzahl von vernichtet geglaubten Dokumenten der NS-Zeit aus `sicherheitspolitischen' Erwägungen und `politisch-operativen Gründen' in einem geheimen Archiv zusammengezogen und verwaltet hatte."

"Obwohl SED-Parteifunktionäre und MfS-Offiziere zur Ehrenrettung ihres gigantischen Repressionsapparates jetzt gerne anführen, neben der Unterdrückung der Opposition und der Gängelung der Bürger habe die Staatssicherheit auch NS-Täter verfolgt, verdichteten sich rasch Hinweise, SED und MfS hätten ihre sorgsam gehüteten Akten über NS-Täter auch für `Erpressungen in und außerhalb der DDR' benutzt, ja sogar zur Vereitelung von Strafverfahren." ( Henry Leide)

Dagmar Unverhau ist Abteilungspräsidentin beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes.





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