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Diethard Aschoff
Quellen und Regesten zur Geschichte der Juden in der Stadt Münster 1530-1650/1662
Reihe: Westfalia Judaica
Bd. 3, 2000, 376 S., 45.90 EUR, 45.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3440-9


In dem vorliegenden Werk finden sich alle Quellen gesammelt, die über Juden in der Stadt Münster zwischen dem Ende der Wiedertäuferzeit 1535 und dem Erlaß der Judenordnung des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen 1662 in den Archiven auffindbar waren. Die Sammlung weist zwei Besonderheiten auf: hier liegen einmal, soweit bekannt, für die frühere Neuzeit zum ersten Mal alle Juden betreffenden Quellen einer großen deutschen Stadt, gleichzeitig Vorort eines der größten geistlichen Territorien des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation, vollständig vor. Zum anderen beleuchten diese Quellen die Judenpolitik einer Stadt, die Juden in ihren Mauern nicht dulden wollte und seit 1554 (bis 1810) auch nicht geduldet hat.

Darüber hinaus zeigen die Quellen die durchaus unterschiedliche Einstellung aller damals in der Stadt einflußreichen Institutionen und vorfindbaren Gruppen zu der andersgläubigen Minderheit, der Fürstbischöfe ebenso wie des Rates, der Gilden, des Domkapitels und auch des "gemeinen Mannes".

In dem Werk finden sich Nachrichten über Juden aus dem ganzen Münsterland und zum Teil weit darüber hinaus.

Diethard Aschoff ist Professor am Institutum Judaicum Delitzschianum in Münster.





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