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Erhard Geißler
Biologische Waffen - nicht in Hitlers Arsenalen
Biologische und Toxin-Kampfmittel in Deutschland von 1915 bis 1945 Mit einem Geleitwort von Ernst Ulrich von Weizsäcker
Reihe: Studies on Effective Multilateralism for Sustainable Development
Bd. 13, 1998, 896 S., 45.90 EUR, 45.90 CHF, gb., ISBN 3-8258-2955-3


Nach mehrjähriger Recherche in in- und ausländischen Archiven und der Auswertung umfangreicher Aktenbestände liegt nunmehr ein weitgehend lückenloser Einblick in die Geschichte der biologischen und Toxin-Kampfmittel in Deutschland zwischen 1915 und 1945 vor. Es kann davon ausgegangen werden, daß diese Faktensammlung und ihre Interpretation ein weitgehend korrektes Bild von einem Aspekt der Zeitgeschichte entwirft, das beunruhigend aktuell ist.

Fazit des Buches ist: Es war der deutsche Generalstab, der während des Ersten Weltkrieges erstmals Bakterien als Waffen einsetzte; es war die deutsche Führung, die in den folgenden zwei Jahrzehnten und während des Zweiten Weltkrieges durch weitgehenden Verzicht auf Entwicklung biologischer und Toxin-Waffen sowie durch völligen Verzicht auf deren Einsatz mitbewirkte, daß Europa zumindest von den Schrecken eines biologischen Krieges bisher verschont geblieben ist.

"So bleibt zu hoffen, daß dieses sorgfältig dokumentierte Buch nicht nur einen spannenden Einblick in ein weitgehend unbekanntes Kapitel deutscher Zeitgeschichte vermittelt, sondern dazu beiträgt, wie wir uns vor einem böswilligen - militärischen oder terroristischen - Einsatz von Krankheitserregern schützen können." Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Wuppertal, Institut für Klima, Umwelt, Energie

"Wie ein Politthriller liest sich dieser wissenschaftlich-historische Diskurs: Das Werk des Berliner Molekularbiologen Erhard Geißler zur Geschichte biologischer Waffen ist seriös und umfassend dokumentiert. Geißler gibt Antworten auf bisher ungeklärte Fragen, deckt schonungslos die Skrupellosigkeit von Wissenschaftlern auf." Die Zeit (19. 3. 1998)

Der Autor, Dr. rer. nat. habil. Erhard Geißler, ist Professor für Genetik und leitet die Arbeitsgruppe Bioethische Forschung am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch. Er ist unter anderem Konsultant des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI). konzentriert.


Zusätzliches Material:
Einleitung







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