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Manfred Sapper
Die Auswirkungen des Afghanistan-Krieges auf die Sowjetgesellschaft
Eine Studie zum Legitimitätsverlust des Militärischen in der Perestrojka
Reihe: Studien zu Konflikt und Kooperation im Osten
Bd. 2, 1994, 420 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-2053-X


Die vorliegende Studie untersucht den Einfluß des Afghanistan-Krieges auf Politik und Gesellschaft in der Sowjetunion von der ausgehenden Breznev-Periode bis zur Auflösung der UdSSR. Auf der Basis bislang unbekannter Dokumente und Materialien zeigt der Autor, wie dieser lokale Krieg im Schatten der Weltöffentlichkeit die Weltmacht Sowjetunion veränderte: Er beförderte die Entstehung einer kritischen, politischen Öffentlichkeit in der Heimat, erschütterte das Ansehen des Militärs in der Gesellschaft, trug zur Entfremdung zwischen Partei und Armee bei und verstärkte damit den Erosionsprozeß des politischen Systems. Sappers Studie liefert bisher vernachlässigte Bausteine zur Erklärung der vielfach unerwarteten Zurückhaltung der Armee bei der Auflösung der Sowjetunion.


Manfred Sapper ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Zuletzt erschien von ihm als Mitautor und Herausgeber (gemeinsam mit Bernhard Moltmann und Astrid Sahm) Die Folgen von Tschernobyl (1994).






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