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Soziale Normen und Skandalisierung. Social Norms and Scandalization
9. Jahrgang (2008), Heft 1
Reihe: Religion - Staat - Gesellschaft. Zeitschrift für Glaubensformen und Weltanschauungen/ Journal for the Study of Beliefs and Worldviews
2008, 128 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-1706-0, ISSN 1438-955X


Soziale Normen geben einer Gemeinschaft Erwartungssicherheit und dienen dem Systemerhalt. Sie schaffen Vertrauen und verleihen gesellschaftliche Reputation. Auf der anderen Seite zementieren soziale Normen Regeln und Verhaltensweisen, die Menschen in ihrem freien und eigenständigen Urteil einschränken können. Dies ist umso mehr der Fall, als eine Nichtbeachtung sozialer Normen mit Skandalisierung und Reputationsverlust einhergeht. In einem Skandalisierungsprozess werden Einzelne oder Gruppen öffentlich abgestraft. Dieser Vorgang gleicht einer Art "Reinigungsprozess", der an religiöse Rituale erinnert und unabhängig von geltendem Recht verläuft. Solange soziale Normen Menschen binden, werden viele es nicht wagen, unkonventionelle Wege zu gehen.





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