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Walter Troxler (Hg.)
Vom Feldlager ins Grand Hotel
Tagebuch und Erinnerungen der Katharina Morel
Reihe: Geschichte
Bd. 135, 2016, 320 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, gb., ISBN 978-3-643-80229-3


Katharina Morel (1790 - 1876) hatte ein sehr bewegtes Leben und hat - zu unserem Glück - Notizen hinterlassen. Während des Russlandfeldzuges 1812, den sie mit ihrem Mann Heinrich Peyer mitgemacht hatte, führte sie ein Tagebuch. Als eine der ganz wenigen Frauen beschrieb sie die unvorstellbaren Leiden der Teilnehmer, vor allem auf dem Rückzug, wo sich die Armee in völliger Auflösung befand. In kleinen Gruppen, deren Zusammensetzung oft wechselte, versuchte man die Heimat zu erreichen.

In einem zweiten Dokument, "M'emoire" betitelt, blickt sie auf ihr ganzes Leben zurück und beschreibt ihre kurzen Schulzeit. Nach dem Russlandfeldzug folgten weitere Jahre in holländischen Diensten, in w elchen sie wiederum für die Offziere kochte.

Nach wenigen Jahren in der Heimat als Pächterin von Wirtshäusern, stirbt ihr Mann, und es folgt die Zeit mit Joseph Morel und dessen Tuchhandelsgeschäft. Nach dessen Tod 1844 arbeitete sie im Umfeld der Familie Segesser: Zuerst auf Rigi Kaltbad, dann gut zehn Jahre im Hotel Schweizerhof. Nach dem Besitzerwechsel 1861 betrieb sie eine Fremdenpension, bis sie dann 1870 in das neu eröffnete Grandhotel National wechselte, wo sie bis kurz vor ihrem Tod arbeitete.





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