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Christine Korischek
Qigong Fieber und das Trauma der Kulturrevolution
Reihe: Kulturwissenschaft / Cultural Studies / Estudios Culturales / Études Culturelles
Bd. 24, 2009, 192 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50088-5


Das so genannte Qigong Fieber war in den 1980er und 1990er Jahren die größte Massenbewegung in der VR China nach der Ära Mao Zedong. Die Sinologin und Chanmi Qigong Lehrerin Christine Korischek untersucht in ihrem Buch diese Bewegung als Versuch einer Bewältigung des Traumas der Kulturrevolution. Sie nutzt medizinanthropologische, narrative und literarische Quellen, um die Verbindungen zwischen Kulturrevolution, Traumatisierung und Qigong Fieber herzustellen. Ihre Anwendung des Konzepts der sequenziellen Traumatisierung zeigen Kulturrevolution und Qigong Fieber als Teile eines bis heute nicht abgeschlossenen individuellen und gesellschaftlichen traumatischen Prozesses, der bis zur aktuellen Rezeption von westlichen Psychotherapiemethoden in China reicht.

Christine Korischek ist Sinologin, Chanmi Qigong Lehrerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für transkulturelle und wissenschaftsgeschichtliche Forschung in der Psychotherapie an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.





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