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Daniela Müller
Frauen und Häresie
Europas christliches Erbe
Reihe: Christentum und Dissidenz
Bd. 2, 2015, 216 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, gb., ISBN 978-3-643-12743-3


Im Gegensatz zu der römisch-katholischen Kirche der Frühzeit und des Mittelalters zogen Strömungen, die als "häretisch" ausgegrenzt wurden, alternative Folgerungen in Bezug auf das Geschlechterverhältnis. Sie boten häufig der Frau Möglichkeiten, eine dem Mann gleichwertige Autorität zu erlangen. Und so sind Frauen auch in besonderer Weise von "Häresie", also der gelehrten Ketzerei, betroffen.

Dass dies häufig im Rahmen heftiger, fortwährender und oft auch zerstörerischer Konfrontationen stattfand, war für die Protagonistinnen menschlich tragisch. Es hat aber auf Dauer gesehen ihrem Einsatz und ihrem Sterben einen Sinn über ihren Tod hinaus gegeben. Das Erbe freiheitlicher Werte in der Kultur Europas wurde damit auch in Fragen des Geschlechterverhältnisses begründet.

Daniela Müller, Prof. Dr. theol., lehrt Kirchengeschichte und kanonisches Recht an der Faculteit der Filosofie, Theologie en Religiewetenschappen der Radboud-Universiteit Nijmegen.





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