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Wolbert K. Smidt, Irina Mohr, Helmut Müller-Enbergs (Hg.)
Der allmächtige Geheimdienst - Ein Relikt der Vergangenheit?
Zur Transformation der Geheimdienste Mittel- und Osteuropas nach 1990
Reihe: Demokratie und Geheimdienste
Bd. 3, 2012, 232 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-11792-2


In diesem Band zur Transformation geht es um Geschichte. Radikale Transformationen bestimmen nicht nur die Geschichte, sondern Vergangenes bleibt immer auch gegenwärtig. Dies mag besonders auf die Geschichte von früher "allmächtigen" Geheimdiensten zutreffen, die gerade auch wegen ihres geheimen Charakters stärker in Gegenwart und Zukunft hineinwirken können, als dies auf den ersten, durch Geheimhaltung getrübten Blick den Anschein hat.

Über die komplizierten Wandlungsprozesse in den Ländern des früheren kommunistischen Machtbereichs ist bereits viel geschrieben worden, und zwar mit Schwerpunkt über die geistigen, politischen, gesellschaftlichen und militärstrategischen Entwicklungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Informationen zu Veränderungen bei den Geheimdiensten trotz aller teilweise erzwungenen Transparenz nur bruchstückhaft an das Tageslicht der Öffentlichkeit gelangen. So läßt sich zunächst vermuten, dass die früheren kommunistischen Geheimdienste angesichts ihrer eigenen ursprünglichen Machtfülle und ihrer Rolle als Garant der staatlichen und parteipolitischen Macht nach Beendigung des Kalten Krieges und dem Beginn des Prozesses der Demokratisierung drastischen Veränderungen unterworfen wurden. Fragen und Zweifel drängen sich auf. Dieses Buch soll zur Klärung beitragen.





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